Auf dem Grund des Arendsees

Taucher wurden wieder fündig: Wem gehört dieses Moped?

Arendsee. Nicht nur Altertümliches finden die Taucher mit den Jahren auf dem Grund des Arendsees. Auf der Suche nach der Geschichte waren die Mitglieder des Arendseer Tauchclubs sehr erfolgreich – mit vielen spektakulären Funden haben sie für Furore gesorgt.

Nicht zuletzt die Mahlsteine der vermeintlichen Mühle des Müllers Ahrend – ohne sie wäre die Sage kaum zu halten. Der Fischzaun ist da noch zu erwähnen, oder der Prahm, der alte Kahn. „Natürlich nicht zu vergessen die alten Teile des Nagelschen Anwesens“, so Hans-Henning Schindler, einem der erfolgreichen Taucher aus der Seestadt. Bekannt ist auch, dass Flugzeuge im See verschwanden, Motorteile, die einst im Heimtmuseum der breiten Öffentlichkeit gezeigt wurden. „Auf einem der letzten Tauchgänge wurden ein Boot aus Metall und ein Fahrzeug gefunden“, so Schindler gegenüber der AZ. Es ist ein Zweirad, vermutlich eine Sachs, die schon seit Jahrzehnten auf dem Grund liegt. Am Zylinder wollen die Taucher entdeckt haben, dass es sich um eine kleine Maschine handelt.

„Wem gehört dieses Moped“, fragt die AZ. Vielleicht gibt es noch einen Arendseer, der die Geschichte erzählen kann, wie das Fahrzeug im See verschwand. Wer es erzählen will, kann sich gern bei der AZ melden.

Dank der Taucher sind in den vergangenen Jahrzehnten Dinge erklärt worden, die ansonsten nicht bekannt waren. So der Fischzaun, mit dem die Vorfahren einst Fische in die Enge und später in die Töpfe trieben.

Seit Jahren liegt auch ein Wrack eines Patrouillenbootes auf dem Seegrund. Als offizielles Tauchobjekt.

Von Harry Güssefeld

Rubriklistenbild: © Hans-Henning Schindler/Tauchclub

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