Mitglieder der Gruppe „Aktiv für Arendsee“ setzten Prioritäten

Fünf Tage vor Weihnachten: Suche nach dem Maibaum

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Mitglieder der Initiative „Aktiv für Arendsee“ waren am Sonnabend zu ihrer ersten Aktion nach der Gründung aufgebrochen. Ein Maibaum für 2016 wurde gesucht. Doch man konnte sich einfach nicht einigen. Deshalb wird die Aktion wiederholt.

Arendsee. Alles spricht von Weihnachtsvorbereitungen, die Menschen machen sich auf die Suche nach Geschenken und einer Weihnachtstanne – aber in Arendsee scheinen die Uhren anders zu gehen.

Vor allem bei den Mitgliedern der Gruppe „Aktiv für Arendsee“ – kurz AfA, die sich vor einigen Wochen gründete. Die erste Aktion der Truppe fand nun am Sonnabend statt. Die Männer um Mathias Goyer und Ronald „Pitt“ Krüger trafen sich zum Baumaussuchen – aber fünf Tage vor dem Fest ging es nicht um einen Weihnachtsbaum, sondern um den Maibaum, der am 30. April 2016 auf dem Marktplatz aufgestellt werden soll. „Wir wollen die Tradition des Maibaums wiederbeleben, und deshalb diese erste Aktion“, so Pitt Krüger zum verwunderten AZ-Redakteur.

Gesucht wird ein Baum, schlank, stark und vor allem gerade. Im Wald nach Harpe wurde Ausschau gehalten, die Fahrt in den Forst erfolgte mit dem Rad. Es waren gut zwei Kilometer, und bis zum Ziel wurden immer wieder Pausen gemacht. Die Männer im reiferen Alter hatten sich Zeit genommen und auch zu Hause abgemeldet, wie es hieß. Aber immer wieder erreichten auch SMS der beunruhigten Ehefrauen einige Teilnehmer, „wo man denn bliebe.“ Denn die Suche nach dem Baum gestaltete sich schwieriger als gedacht.

Alle hatten eine andere Idee, auf ein Exemplar konnte sich nicht geeinigt werden. Deshalb, so die Männer, müsse diese Suche unbedingt wiederholt werden. Im Januar, wie es hieß. Und bei Gulasch im Wald und geistigen Getränken gab es so manche nette Geschichte. Und so eine Männerrunde befasst sich auch mit Themen wie Ernährung, Lebensmittelverträglichkeiten und die Auswirkungen einzelner Biersorten auf den Stoffwechsel der alternden Spezies Mann. Interessant.

Die Gruppe „Aktiv für Arendsee“ will sich für die Stadt einsetzen. Neben dem Maibaumaufstellen auf dem Marktplatz sind weitere Aktionen geplant. „Wir wollen als Arendseer etwas für unsere Stadt, aber auch für uns selbst tun“, so Mathias Goyer. Geplant ist eine Paddeltour in Mecklenburg-Vorpommern. Fazit der ersten Aktion: Der Baum für den 1. Mai ist noch nicht gefunden. Deshalb muss die Aktion unbedingt wiederholt werden. Doch das schien am Sonnabend kein Problem zu sein. Im Gegenteil: Man freut sich drauf.

Von Harry Güssefeld

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