Schülerfirma bereitet sich auf neues Schuljahr vor

Flinke Pinsel im Schulkeller in Arendsee

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Tristan Richter (v.l.), Hans-Georg Kempcke und Janine Gyra gestern beim Malern des Raumes für die Pausenversorgung. Ab dem 11. August wird die Schülerfirma wieder versorgen.

Arendsee. 2012 gab es die Idee, eine Schülerfirma an der Sekundarschule in Arendsee zu gründen. Geistiger Vater war der Lehrer Hans-Georg Kempcke, der immer noch am Ball ist.

13 Schülerinnen und Schüler sind derzeit in der Schülerfirma aktiv, die Geschäftsführung bilden Tristan Richter und Hanna Beck. Die Firma hat sich seit ihrer Gründung auf die Fahnen geschrieben, die Pausenversorgung zu übernehmen. Und das läuft, wie Hans-Georg Kempcke gestern erklärte. In einer Pause von den Sanierungsarbeiten am Versorgungsraum im Keller der Schule stellte er sich den Fragen der AZ. Zwei Helfer hatte er übrigens noch beim Malern: Tristan Richter und Schulsozialpädagogin Janine Gyra.

Was denn so am besten laufe bei den Schülern?, wollte die AZ wissen. Ganz klar seien es in erster Linie die Brötchen, die schon vor dem Schulbeginn geschmiert werden. „Von den Mitgliedern der Firma“, wie Kempcke erklärte. Doch es gebe einen Trend, der ungebrochen scheint. Diverse Sorten Instant-Suppen würden viel nachgefragt, so beispielsweise Kartoffelbrei mit Croutons und Speck. Wasser, Säfte und Eistee würden als Getränke gut laufen, Cola gebe es nicht. „Wir bieten inzwischen auch Schulmaterial wie Stifte und Blöcke und andere Kleinteile an“, hieß es gestern. So bringe der kleine Handel auch etwas ein – natürlich alles im gesetzlichen Rahmen. „Die Schüler bekommen dafür kein Geld, aber zweimal im Jahr gehen wir zusammen essen, zu Weihnachten und zum Schuljahresschluss. „Und von dem Gewinn unterstützen wir solche Dinge wie Weihnachten im Schuhkarton“, erzählt Kempcke.

80 bis 90 Prozent der Kinder an der Schule haben bereits einmal bei der Schülerfirma eingekauft, hat eine nicht repräsentative Umfrage unter der Schülerschaft ergeben. Grund für die Firma weiterzu- machen und mit Aktionen wie Hot-Dog-Tag oder Sandwich-Tag zu überraschen.

Auch die Buchhaltung wird von den Schülern übernommen, Die Einnahmen werden dort auch gebucht, und die erzielen sich eben über die Kassierung. „Manchmal, denke ich, gibt es bei der Herausgabe von Wechselgeld Probleme. Aber da müssen die Kinder auch lernen, dass zu viel rausgegebenes Geld den Gewinn schmälert“, sagt der betreuende Lehrer warnend.

Von Harry Güssefeld

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