Jugendfilmcamp Arendsee: Seit Montag klappt das Nebeneinander auch als Miteinander / KiKA hat sich angekündigt

Filmleute und Hortkinder zusammen

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Die Ferien-Hortkinder freuen sich, dass sie wieder im einstigen örtlichen Ferienlager sein dürfen. Seit diesem Jahr gemeinsam mit dem Jugendfilmcamp. „Das Miteinander auf dem Gelände funktioniert“, sagen beide Seiten übereinstimmend.

Arendsee. Berührungsängste gab es nur kurzzeitig und nur wenige Tage vor dem eigentlichen Moment: Die Hortkinder wurden am Montag vom Filmcamp begrüßt.

Denn: Hortkinder und Filmcamp werden sich in den nächsten vier Wochen das Gelände des einstigen örtlichen Ferienlagers teilen. Und Heidi Hefekerl als Hortchefin und Norman Schenk als Leiter des Filmcamps gleichermaßen erklärten gestern, dass es keine Probleme gebe. „Wir haben hier durch unsere Investitionen die Bedingungen auch für die Hortkinder enorm verbessert“, so Schenk. Und nannte Toiletten, die Küche und auch das neue Kino, das Kindern als Aufenthalts- und Spielraum zur Verfügung steht, sollte es einmal regnen. Denn: Das Leben der Hortkinder spielt sich zumeist in Zelten ab, die teilweise vom Filmcamp zur Verfügung gestellt wurden. „Heute noch wird es eine Überraschung geben, einen Bonbonregen für unsere neuen Mitbewohner“, kündigte Norman Schenk gestern Mittag an.

Eine freundliche Geste: Jugendliche des Filmcamps haben ein Begrüßungsschild für die Hortkinder aufgehängt, die seit Montag bis Mitte August an den Werktagen auf dem Gelände präsent sind.

Am Tor zum Filmcamp haben die Jugendlichen ein Willkommensschild aufgehängt. „Eine schöne Geste“, findet auch Bürgermeister Norman Klebe, der sich gestern im Camp informierte. Bereits am Vorabend hatte Stadtrat Jens Reichardt die Anlage besucht und sich in einem Gespräch mit Schenk über die Pläne dort vor Ort informiert. „Wir müssen als Stadt angesichts der Bestrebungen des Filmcamps klare Aussagen dazu treffen, wo wir die einst hier geplanten Holzblockhäuser als touristisches Angebot schließlich bauen. Ich begrüße den Wunsch der Filmleute, hier in Arendsee zu bleiben und glaube, dass die Stadt das in vollstem Umfang unterstützt, auch auf diesem Gelände“, sagte Reichardt auf Nachfrage der AZ. Warum wollen die Hortkinder unbedingt an diese Stelle, wollte die AZ wissen. Klare Ansage der Hortleute: Anders als am angestammten Platz an der Grundschule sei man in der freien Natur. Und das schon seit Jahren. Deshalb liebe man den Platz.

Die Filmleute bekommen Besuch. Der Kinderkanal Kika hat sich angekündigt, das ZDF hat angefragt. Auch der Minister für Medienangelegenheiten, Rainer Robra, kommt aus Magdeburg – und die Bundestagsabgeordnete Katrin Kunert.

Von Harry Güssefeld

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