Arendsee: Veranstalter wollen mit eigener Versorgung Geld verdienen

Eine Strandbühne, die nicht genutzt wird

+
Auf einer extra dafür aufgebauten Bühne rockte am Wochenende die Band „She‘s got balls“, eine Frauenband, die die Titel der Kulttruppe „AC/DC“ boten. Der Aufbau einer Bühne trotz vorhandener Strandbühne war gewollt, hieß es.

Arendsee. Warum wird die vorhandene Strandbühne nicht genutzt? Das wollte die AZ angesichts der jüngsten Veranstaltung, dem Drachenbootrennen, von der GmbH wissen.

„Wir waren nicht Veranstalter, das war der Drachenbootverein, der sich mit einem Versorger geeinigt hatte“, so GmbH-Chef Michael Meyer auf Nachfrage.

Und warum die Bühne an Kasse I und nicht die Strandbühne? Wie die AZ weiter erfuhr, gibt es hinsichtlich der Nutzung der Seebühne immer wieder Probleme mit Veranstaltern. Auch beim „Perle“-Fest wurde sie nicht genutzt. Der Grund: Die Bühne gehört der Stadt, könnte also ohne Probleme genutzt werden. Doch der Haken: Das Gelände davor gehört dem Besitzer der Gaststätte. Und läuft eine Aktion auf der Bühne, kann der Strandgaststättenwirt versorgen. Doch das Geld wollen andere machen, hieß es weiter. Die, die die Veranstaltungen organisieren und auch die Kosten tragen. So für die Bands beispielsweise.

Das Problem ist nicht neu. Seitdem die Strandgaststätte und die Fläche vor der Bühne in Privathand sind, gibt es die Reibereien. Zu Zeiten des GmbH-Geschäftsführers Jost Fischer war es schon gang und gäbe, dass eine Extra-Bühne bezahlt wurde. Damals noch aus der Kasse der GmbH. Das sei nun anders, so Michael Meyer. Diese Kosten übernehmen immer öfter die Veranstalter, die Versorger. „Wir könnten das gar nicht bezahlen“, sagte Meyer gegenüber der AZ. Und außerdem sei der Platz an Kasse I der gemütlichere Teil im Strandbad. „Wer will schon weiter nach hinten laufen?“, fragte er.

Die Nutzung der Strandbühne durch GmbH und Stadt wird so wieder zu einem Problem. Wenn man nicht will, dass die Strandgaststätte versorgt und sich einen Euro verdienen kann. Die Situation mit zwei Eigentümern auf dem Gelände führt so immer wieder zu Differenzen.

Von Harry Güssefeld

Kommentare