Infrastrukturforderungen werden am 17. September in Arendsee deutlich gemacht / Autokorso: Teilnehmer gesucht / Landräte und IHK-Vertreter reden

Demonstration für die Autobahn 14 und eine neue Bundesstraße

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Für die A14 wollen Bürger in Arendsee demonstrieren.

cz Arendsee. „Es handelt sich nicht um Parteiaktivitäten. Wir sind Einwohner, die sich für die A14 und die A39 sowie die B190n als Zubringer, also die sogenannte Hosenträgervariante, einsetzen“, unterstrich Dr. Walter Fiedler am Mittwoch, bevor die letzten organisatorischen Feinheiten für die Demonstration besprochen wurden.

Die Infrastrukturforderungen stehen am Sonnabend, 17. September, im Mittelpunkt. Los geht es um 10 Uhr an der Tank- und Raststätte Seeadler. Damit verbunden ist ein Auto-Korso. Die Teilnehmer können spontan dazu stoßen und sollten um 9.30 Uhr auf dem Parkplatz am einstigen Penny-Markt sein. Von dort geht es über Genzien zur Bundesstraße 190 und von dort weiter zum Demo-Hauptplatz. Der Rückweg erfolgt dann durch die Stadt über die Osterburger Straße. Zwischen 10 und etwa 13 Uhr sollte mit kurzen Sperrungen gerechnet werden. Als Redner haben die Landräte Michael Ziche (Salzwedel) und Carsten Wulfänger (Stendal) sowie Adolf Fehse, Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer, zugesagt. Auch eine Delegation aus Wittenberge wird erwartet.

Die Organisatoren unterstrichen am Mittwoch noch einmal, dass der Neu- und Ausbau der Bundesstraße 190 in den dringenden Bedarf gehört. Das Projekt ist derzeit nicht im Bundesverkehrswegeplan enthalten. „Da mit dem gesamten Projekt die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Altmark verbunden ist, wollen wir an dem Tag für den weiteren Bestand der bisherigen Planung demonstrieren“, sind sich die Organisatoren einig. Sie haben aber auch die A14 im Blick und unterstrichen, dass das Verkehrsministerium Sachsen-Anhalt bei den Verzögerungen eine Mitschuld trage. So werde den Gegnern durch eine unzureichende Planung immer wieder juristische Steilvorlagen gegeben.

Der jetzige Zustand der B190 wird für einen Autobahnzubringer als nicht ausreichend eingestuft. So ist der Abschnitt zwischen Leppin und Seehausen einen Meter schmaler als üblich. Dies war bereits bei der Einweihung 1854 so. Walter Fiedler kennt den Grund. Der königlich-preußische Baumeister ließ die Straße schmaler bauen und verschob die Einsparungen in seine Privatkasse.

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