Mathias Goyer übergibt Relikt des Urgroßvaters zum 150. Wehrgeburtstag in Arendsee

Ein Degen als Geschenk

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Der feierliche Akt: Mathias Goyer (r.) übergibt den Parade-Degen seines Urgroßvaters Otto Goyer an Arendsees Stadtbrandmeister Hans-Joachim Hinze. Otto Goyer trug den Degen zwischen 1910 und 1926 als städtischer Branddirektor.

Arendsee. „Wir haben ihn jahrzehntelang im Familienbesitz bewahrt. Nun, denke ich, ist es Zeit, ihn an die Wehr zu übergeben“, sagte Mathias Goyer. Und hatte sich Stadtwehrleiter Hans-Joachim Hinze eingeladen.

Der Anlass der Übergabe kann nicht besser gewählt sein: Zum 150. Geburtstag der Arendseer Feuerwehr will Goyer ihn an die Wehr zurückgeben, der sein Urgroßvater von 1910 bis 1926 als städtischer Branddirektor vorstand. „Der Degen wird nun an einen Brandinspektor übergeben“, so Mathias Goyer in Anspielung auf den Dienstgrad von Hans-Joachim Hinze. „Der Degen wird, so hoffe ich, zukünftig in einem Traditionszimmer des Gerätehauses präsentiert“, sagte Hinze. Mit einem kleinen Seitenhieb auf die Aufgaben, die sich die Stadt Arendsee noch ins Notizbuch schreiben muss. Denn die Freude über die neue Fahrzeughalle und den Verbinder mit Sanitäranlagen könne nur der erste Schritt sein. „Wir brauchen in Zukunft weiteres Geld, um das alte Haus zu sanieren, auch, um solch ein Traditionszimmer und einen Versammlungsraum zu bekommen, der heutigen Ansprüchen entspricht“, so Hans-Joachim Hinze.

Die Übergabe des Ehrendegens an Hinze erfolgte im Hause Goyer. Umgeben von Dokumenten, die Mathias Goyers Vater schon von seinen Vorfahren erbte und Mathias Goyers Familie weiter in Ehren hält. Der Betrachter staunt angesichts derart komprimierter Familiengeschichte. Und mittendrin auch das Foto von Otto Goyer, seinem Urgroßvater, der den Säbel zur Paradeuniform trug. „Haltet ihn in Ehren“, wünschte sich Mathias Goyer. Das Geschenk zum 150. Geburtstag der Arendseer Wehr – mit der Erinnerung an Otto Goyer.

Von Harry Güssefeld

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