Neues Leitbild: Gemeinde will Energie sparen und setzt unter anderem auf LED

Damit das Licht in Arendsee nicht ausgeht

+
In Wismar wird an neuen Straßenlampen geforscht. In Arendsee sind diese ein Bereich, der Einsparpotenzial bietet. Außerdem sollen alle kommunalen Heizungsanlagen auf den Prüfstand kommen.

Arendsee. „Beim geplanten erheblichen Einsparen bzw. Absenken der Energieverbräuche sind die Stadträte sowie die Stadtverwaltung Vorbilder für die Bürger“, heißt es in einem Leitbild der Einheitsgemeinde, das bis 2020 gilt.

Arendsee ist auf dem Weg zur energetischen Kernkommune. Die Kommunalpolitiker haben mit einem Beschluss den Fahrplan festgelegt. Ab diesem Jahr soll es zum Beispiel Weiterbildungen für Mitarbeiter der Kindertagesstätten, des Bauhofes, der Verwaltung sowie für Ehrenamtliche geben. Außerdem gilt es, die Straßenlampen Stück für Stück auf LED umzustellen. Ein Anfang wird mit dem Bauprojekt Friedens- / Bahnhofstraße gemacht. Zudem soll ein kommunales Energiemanagement aufgebaut werden. So etwas gibt es bereits beim Altmarkkreis Salzwedel.

Dabei spielen die Dorfgemeinschaftshäuser eine Rolle. Denn der Ersatz alter Heizungsanlagen ist ebenfalls ein Punkt im mehrseitigen Leitbild. Vorbereitet wurde es von einer Arbeitsgruppe. Und zwar während des laufenden Wettbewerbs European Energy Award. „Arendsee setzt auf nachhaltige Energielösungen für kommunale, unternehmerische sowie private Bedürfnisse“, heißt es in dem Papier.

Dies beinhaltet eine Verwaltung von Agrargas und Biomasse. Auch die Geothermie ist nicht vom Tisch, damit Einwohner möglichst langfristig von kostengünstiger Energie profitieren. Zuvor gilt es aber, weitere Studien abzuwarten. Die Erdwärme spielt in den Plänen der Einheitsgemeinde, die auch auf Fördermittel hofft, eine übergeordnete Rolle. Dabei könnten auch neue Arbeitsplätze in der Region geschaffen werden.

Bürgermeister Norman Klebe und Michael Meyer, Geschäftsführer der Luftkurort Arendsee GmbH, wollen in einem jährlichen Bericht den Entwicklungsstand deutlich machen. Darin sind dann auch die Verbrauchszahlen der kommunalen Liegenschaften inbegriffen. „Die Bürger der Kommune sind umfassend zu informieren. Bürgerinitiativen können im Rahmen der Erarbeitung nachhaltiger Energielösungen mitwirken“, ist es klar festgelegt.

Von Christian Ziems

Kommentare