30-jähriges Bestehen war gleichzeitig die Auflösung des Ensembles 

Chor ist verstummt: Kleinaus Frauen sagen Adieu

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Ein Grund zur Freude und zur Traurigkeit: Der Kleinauer Chor feierte Jubiläum und löst sich nun auf.

swz Kleinau. Zu einem besonderen Konzert hatte der Kleinauer Frauenchors in die Turnhalle eingeladen. Das Ensemble feierte sein 30-jähriges Bestehen und gleichzeitig war es auch der letzte Auftritt.

Es sollte ein würdiger Abschied sein – dafür sorgten die Mitglieder der Feuerwehr, die die Halle schmückten. Doch damit nicht genug.

Ortsbürgermeister Hans- Georg Kempcke würdigte den Chor, der „in den 30 Jahren seines Bestehens vielen Menschen Freude und Entspannung vom Alltagsstress gebracht hat“. Er sehe den Tag mit einem lachenden und einem weinenden Auge und übergab allen Sängerinnen ein Erinnerungsgeschenk. Leiterin Ute Schulz gab einen kurzen Rückblick über die 30-jährige Chorarbeit. „Ich wurde gebeten, einen Chor zu gründen. Das war so erstaunlicher, weil ich Katechetin war“, erinnert sich die Leiterin. Der Chor wurde am 10. Oktober 1986 auf Initiative des Kulturbundes Osterburg gegründet. Vier Tage später gab es einen ersten Auftritt. 14 Frauen zählte der Chor. Vertreter der anderen Chöre gratulierten.

Die Kleinauer Frauen gaben noch einmal ihre musikalische Visitenkarte ab. „Wir haben zum Abschied kein neues Lied einstudiert und möchten ihnen daher Lieder noch einmal zu Gehör bringen, die wir sehr gern gesungen haben“, betonte die Dirigentin. Es folgten Lieder wie „Einander anvertrauen“, „Der Herbst ist ein Maler“ oder „Die blauen Beeren“. Anschließend überbrachten die Gastchöre aus Erxleben und Arendsee musikalische Grüße. Es folgten noch einmal die Kleinauer mit „Das Spinnerlied“, „Bajazzo“ und „Verstohlen geht der Mond auf“. Nach der Weise „Muss ich den zum Städtele hinaus“, mit einem Text zum Abschied, war es dann soweit: Der Chor verabschiedete sich. Das Publikum erhob sich von ihren Plätzen und zollte so den Frauen Dank und Anerkennung für ihr 30-jähriges Wirken.

Wer die Chorkonzerte der Kleinauer Frauen kennt, weiss, dass er sich auf ein tolles Kuchenbufett freuen konnte. In diesem Jahr hatten sie 47 verschiedene Kuchen gebacken. Der Erlös aus dem Verkauf fließt in ein Kinderdorfprojekt in Rumänien, hieß es.

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