Auswertung der Aktion „Zukunftskompass“ am Sonnabend in Leppin / Nur rund 300 Einwohner beteiligten sich

Den Bürgern auf die Fragebögen schauen

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Die letzte Station der Bürgerbefragung war Mechau. Aus der gesamten Einheitsgemeinde – rund 7000 Bürger – sind nur 300 Fragebögen zurückgekommen.

gü Arendsee / Leppin. Es sind über 300 Fragebögen im Rahmen der Befragung zum Thema „Zukunftskompass“ in der Verwaltung aufgelaufen. Ob die Zahl gering ist oder nicht – Fakt ist, die Bögen werden am Sonnabend im Rahmen der „Zukunftswerkstatt“ ausgewertet.

Das geschieht gemeinsam mit Stadträten, Bürgern und Vertretern der Verwaltung im Leppiner Dorfgemeinschaftshaus. Zunächst in geschlossener Runde, wie Bürgermeister Norman Klebe gestern erklärte.

Es ist neu, dass Bürger mitbestimmen sollen, was passiert. Die Aufgabe, die zunächst nur Ortschaftsräten und dem Stadtrat obliegt, wird auf die Bürger delegiert. Ob das richtig ist oder nicht, für die Verwaltung um ihren Chef Norman Klebe ist es ein neuer Weg der Mitbestimmung. Und: Man will der Kommunalaufsicht im Zuge der Haushaltsdiskussion erklären, dass man sich auf sehr demokratische Art und Weise über die Probleme der Kommune Gedanken macht. Also Mittel zum Zweck? „Ganz und gar nicht“, so Klebe. Es geht darum, angesichts der ausgereizten Konsolidierungskonzepte neue Wege zu finden, um Wichtiges vom Unwichtigen zu trennen. Die Bürger sollten auf den Fragebögen bewerten, was sie wichtig finden und wie wichtig. Auf einer Skala von 1 bis 5. Für den Betrachter dürfte es interessant sein, Bürgerwillen und Haushaltspläne in Einklang zu bringen. Nun, einen Haushalt, einen ausgeglichenen Haushalt, wird es auch 2016 nicht geben. Aber wenn man den Initiatoren glauben will, dann sollen diese Ideen der Bürger zukunftsweisend sein. Ein schwieriger Weg.

Spannend dürfte es doch werden. Denn die Bürgermeinung zu ignorieren, könnteFolgen haben. Denn es hat sich bereits in dieser Runde gezeigt, dass die Beteiligung sich im Rahmen hält – besser, gering ist.

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