Luftkurort-GmbH begrüßte  Doan Xuan Hung / „Ein ganz netter Typ“

Botschafter aus Vietnam in Arendsee

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Der hohe Besuch hatte sich nicht angemeldet. Umso mehr freuen sich der Chef der Luftkurort-Arendsee-GmbH, Michael Meyer (2.v.l.) und Stadtrat Mathias Goyer (2.v.r.) über das Treffen mit Vietnams Botschafter Doan Xuan Hung (Mitte).

Arendsee. Wenn hochrangige Politiker sich ansagen, ist die Aufregung meist groß. Um so größer war die Freude auf Seiten der Luftkurort-GmbH, dass man durch Zufall den vietnamesischen Boschafter in Deutschland traf.

„Wir hatten kurz zuvor erfahren, dass er mit der Familie, die im Strandbad einen Imbiss betreibt, befreundet ist und aus Anlass einer Hochzeit in Arendsee weilte“, so Michael Meyer. Schnell wurde Kontakt aufgenommen. „Wir haben uns ein wenig um ihn gekümmert. Und er hat sich gefreut, so nett aufgenommen zu werden“, gab Meyer die Reaktion des Botschafters Doan Xuan Hung wieder. Spontan wurde die vietnamesische Gruppe zu einer „Queen“-Fahrt eingeladen, und bei der Feier in der Strandgaststätte gab es noch „angenehme Gespräche“, wie der Geschäftsführer betonte. Auch Stadtrat Mathias Goyer gesellte sich zu der Runde.

Der Außerordentliche und bevollmächtigte Botschafter der Sozialistischen Republik Vietnam, so die offizielle Bezeichnung, wurde 1957 in Hai Phong geboren. Er absolvierte einst ein Studium für ökonomische Kybernetik in der Sowjetunion und belegte dann einen Ausbildungskurs im Außemministerium. Es schloss sich ein postgraduales Studium für Wirtschaftswachstum in Großbritannien an. Die Ausbildung setzte sich mit einem Programm für hochrangige Leiter an der Havard Universität fort. Botschafter in Deutschland ist der heute 59-Jährige seit November 2015. Zuvor war er vier Jahre als Botschafter in Japan, von 1997 bis 2001 als Botschaftsrat der vietnamesischen Botschaft in den USA. „Es war ein richtig netter Typ. Er hat unsere Aufmerksamkeit genossen, und sich dafür bedankt“, erklärte Meyer. Es war ein Besuch, der fast unbemerkt blieb. Aber nur fast, freut sich Meyer.

Von Harry Güssefeld

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