Ob die vier Wohnblöcke verschwinden, liegt nun allein am Eigentümer

Bald Geld für Abriss: Stadt erfüllt Zusage

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Die Ackerstraße 2 bis 6 in Arendsee: Der Block gehört zu den Wohnbauten im Zentrum der Stadt, die über das Programm Städtebau-Ost abgerissen werden könnten.

Arendsee. Ein Mühlenquartier ist auf dem Gelände in Arendsees Innenstadt geplant, auf dem derzeit noch vier Wohnblöcke in Privatbesitz alle Vorhaben stoppen. Insgesamt 104 Wohnungen waren es einst – diese könnten verschwinden, wenn der Eigentümer es zulässt.

Die Stadt hatte vor Monaten einen Antrag gestellt, Mittel über den Stadtumbau Ost abzugreifen, um den Eigentümer dabei zu unterstützen, sich von den Immobilien, die fast leer sind, zu trennen. „Es hat Gespräche mit Ercan Topal gegeben. Dabei hat die Stadt alle Unterstützung angeboten, ja selbst nach geeigneten Abrissfirmen Ausschau gehalten, um das Vorhaben umzusetzen“, so Bürgermeister Norman Klebe. Stolz zeigte er der AZ ein Schreiben, in dem der Abriss der 104 Wohnungen über das Programm Städteumbau Ost gefördert werden kann. „Es geht um insgesamt 108 000 Euro, der endgültige Bescheid steht noch aus, aber wir gehen davon aus, dass er kommen wird“, so Klebe.

Die Fläche, die dann frei werden würde, lasse Platz für rund 20 Eigenheimbauplätze mit Flächen zwischen 800 und 1000 Quadratmeter. „Für eine solche Siedlung in dieser Lage wird es genügend Interessenten geben“, glaubt der Bürgermeister. Die Vermarktung der Flächen würde dann durch den Besitzer dieser Flächen erfolgen – also Topal.

In dem Stadtentwicklungskonzept nimmt die Gestaltung dieses Bereiches einen breiten Raum ein. Die leerstehenden Blöcke, die teilweise bereits Wohnruinen sind, verschandeln das Stadtbild. Doch Klebe betonte erneut, dass ohne die Bereitschaft des Eigentümers der Flächen nichts unternommen werden kann. „Es geht darum, einen Weg zu finden, der beiden Seiten Vorteile bringt. Das heißt der Stadt eine Eigenheimsiedlung, und dem Eigentümer unter Berücksichtigung aller Kosten immer noch einen Gewinn“, so Klebe. Weitere Gespräche sollen folgen.

Von Harry Güssefeld

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