Uni Magdeburg hilft – Neben Jugendlichen sollen Firmen begeistert werden

Arendseer Filmcamp wird zum Oktopus

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Tom Wlaschiha

Arendsee. Norman Schenk, Initiator und Organisator des Arendseer Filmcamps, knüpft intensive Kontakte mit der Universität Magdeburg. „Man muss sich das Filmcamp wie einen Oktopus vorstellen. Es sollen immer mehr Arme wachsen“, unterstrich der Altmärker das Grundziel.

Aus dem Konzept, bei dem junge Filmschaffende aus Europa innerhalb einer Woche aus einer Idee einen Film produzieren, wird erweitert. Norman Schenk schwebt zum Beispiel vor, Mitarbeiter von großen Unternehmen zu schulen. Auch Projekte mit Bildungsstätten sind möglich.

Norman Schenk (v.r.) im Gespräch mit den Magdeburger Studenten Samuel, Daniel, Lisa und Christin. Sie arbeiten an einem Businessplan für das Arendseer Filmcamp.

Dabei helfen Studenten und Professoren der Universität. Ein Businessplan soll Klarheit bringen. Im Herbst gilt es einen Verein zu gründen, der beim Fördern helfen soll. Rechtliche Grundlagen bietet zudem eine gemeinnützige GmbH. Über mehrere Schienen könnten Fördermittel beschafft werden, um die Ideen umzusetzen. Zudem schwebt dem Initiator eine enge Zusammenarbeit mit heimischen Firmen vor. Denn wer mediale Angebote in der Seestadt nutzt, möchte auch irgendwo schlafen. „Ich möchte aber noch nicht so viel vorgreifen, und abwarten, was den Studenten einfällt“, erklärte Norman Schenk.

Fest steht, dass der Mittelpunkt des „Filmoktupus’“ weiter im Luftkurort bleibt. „Hier kommt man wunderbar runter und hat die Ruhe, um kreativ tätig zu werden“, nannte er im AZ-Gespräch entscheidende Vorteile.

Während es ab Ende Juni bis zum August wieder mehrere Camps gibt, bei denen Filminteressierte viel über Grundlagen lernen, laufen die Vorbereitungen für das Filmfestival. Dort werden die Ergebnisse des vergangenen Jahres vorgestellt. Tom Wlaschiha, Schauspieler in der bekannten US- Serie „Game of Thrones“, wird allerdings während einer Feier nicht dabei sein können.

Er will sich aber wegen einer der Arendseer Camps umschauen. „Ich kenne ihn vom Kindertheater Dresden. Wir waren dort engagiert und haben den Kontakt gehalten. Tom ist auf dem Boden geblieben, er will zum schlafen nur ein Zelt und eine Isomatte“, erzählte Norman Schenk. Der Filmcamp-Organisator hofft, dass sich mit dem Schauspieler eine Zusammenarbeit entwickeln lässt. Während des Filmfestivals wird eine Videobotschaft von ihm gezeigt. Auch auf der Internetseite hat sich Tom Wlaschiha zum bestehenden Konzept geäußert: „Mit dem Jugendfilmcamp und einem eigenen Filmfestival hat Arendsee die Chance, zu einem echten Geheimtipp für junge Filmemacher zu werden. Das ist aller Unterstützung wert.“

Von Christian Ziems

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