Unterschriftslisten gegen Bebauung am Breitenstein / Verwaltung hält dagegen

Arendsee: „Die Lücke soll bleiben“

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Es geht um diese Grünfläche zwischen der Straße Am Breitenstein und Amselweg im Eigenheimgebiet im Osten der Stadt. Seit Jahrzehnten wird die Fläche als Parkplatz genutzt. Außerdem nehme es einen Teil des Regenwassers auf.

Arendsee. Ein Streit ist entbrannt – zwischen Teilen des Stadtrates, fast ausnahmslos Vertretern der Linken – und der Verwaltung. Es geht um zwei Grundstücke zwischen Am Breitenstein und Amselweg.

Die, so bestätigte es gestern Bürgermeister Norman Klebe, könnten verkauft werden, denn Interessenten gebe es. Doch zu einem Verkauf ist es bislang nicht gekommen, weil sich unter anderem Stadtrat Klaus Führ vehement gegen die Bebauung der Flächen ausspricht.

Die Gegner der Bebauung wollen sich mittels Unterschriften Unterstützung zum Durchsetzen ihrer Positionen sichern.

Die Begründung: Die benannte Grünfläche „diene, je nach Bedarf, als Parkfläche für das gesamt Eigenheimgebiet“. Außerdem handele es sich bei dem gesamten Eigenheimgebiet um eine verkehrsberuhigte Zone, so dass auf den Straßen nicht geparkt werden dürfe. Und weil das gesamte Gebiet mit Ökopflaster und Versickerungsmulden versehen ist, „werde das gesamte Kanalnetz der Stadt vom Regenwasser entlastet. „Wird der Parkplatz verkauft, müssen die Autos auf den Straßen stehen“, heißt es in der Unterschriftenliste weiter, die ausliegt. Das Befahren der Versickerungsmulden sei unumgänglich, das Regenwasser könne nicht abfließen und so seien Überschwemmungen im gesamten Eigenheimgebiet vorprogrammiert. „Aus diesen Gründen müsse die Freifläche erhalten bleiben“, heißt es in dem nicht von den Verfassern unterzeichneten Schreiben.

Das Gelände, um das es geht, ist eindeutig Bauland, so Klebe. Allein eine Gasleitung der Avacon dürfe nicht überbaut werden, doch das wissen die potentiellen Bauherren. „Das Argument, wenn bebaut werde, fielen Parkplätze weg, kann nicht gelten. Denn dieser Platz ist offiziell kein Parkplatz“, sagte der Bürgermeister. Er könne die Widerstände aus dem Gebiet nicht verstehen. „Wir wollen verkaufen“, sagte er.

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