250 Jugendliche im Sommer erwartet / Verein soll Ideen wie Drehbuchwerkstatt umsetzen

Arendsee soll Filmstadt werden

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Alte Filmrollen sorgen für einen besonderen Flair im Arendseer Campingkino. Dieses wurde 1975/76 errichtet.

cz Arendsee. Ein handelsüblicher Gartenspaten mit zwei Wörtern, die eine Vision zusammenfassen: „Filmstadt Arendsee“. Dieses Arbeitsgerät symbolisierte gestern bei einem Pressegespräch auch, dass eine Idee weiter entwickelt werden soll.

Rückblick: 2011 kamen auf Initiative von Schauspieler Norman Schenk, der seine Wurzeln der Altmark hat, Studenten in den Luftkurort. Sie drehten selbst geschriebene Kurzfilme. Aus den Anfängen wurde schließlich ein Jugendcamp.

In diesem Jahr werden bis zu 250 Mädchen und Jungen erwartet, die bei verschiedenen Durchgängen im Juni, Juli sowie August Grundlagen erlernen. Die meisten Teilnehmer kommen aus Sachsen-Anhalt. Doch das Camp spricht sich über das Internet herum. So gibt es auch Anmeldungen aus Italien, Spanien, Belgien und China. Hauptstützpunkt ist das alte Campingkino. Dort werden die Werke aus dem vergangenen Jahr beim Filmfestival gezeigt.

Damit soll aber längst nicht Schluss sein. Norman Schenk verriet gestern einige seiner Ideen für die nächsten Jahre. Dies sind eine Drehbuchwerkstatt genauso wie Filme, die die Historie von Arendsee thematisieren. Dazu gehören der Untergang der Mühle sowie Gustav Nagel. In den Hauptrollen sollen möglichst aktive Schauspieler agieren. „Wir wollen aber auch die Einwohner der Arendseer Region mit einbeziehen“, unterstrich Norman Schenk. Wie sich dies alles in die Tat umsetzen lässt, wurde mit den Organisatoren, Bürgermeister Norman Klebe und der Bundestagsabgeordneten Marina Kermer, detailliert besprochen. Denn auch die regionale Wirtschaft soll profitieren.

Von Christian Ziems

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