Fachmann stellte Energiekonzept für Kernstadt vor / Kritik an Biogasanlagen

Alte Ideen, neue Zahlen

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Für die Heizung ihrer Wohnungen und Büros geben die Arendseer in der Kernstadt (Ortsgebiet Arendsee) im Jahr rund 2,23 Millionen Euro aus. Hauptsächlich wird mit Gas geheizt. Erneut ist nun das zukünftige Heizen mit Thermalenergie ein Thema.

Arendsee. Es ging um ein Klimaschutz- und Energiekonzept für die Stadt, das Dr. Michael Neumann von der Firma BPM am Montagabend vor dem städtischen Wirtschaftsausschuss vorstellte.

Bei seinen Untersuchungen bediente er sich der Angaben, die mittels Umfragebögen aus den Haushalten der Kernstadt Salzwedel zu ihm zurückflossen. Und er präsentierte erste Ergebnisse:.

Das Hauptheizmedium in Arendsee ist Erdgas mit mehr als 80 Prozent, nur drei Prozent heizen mit Erdöl. 31 Megawattstunden Wärme werden jedes Jahr benötigt. Das ergibt einen Emissionswert von rund 6 000 Tonnen pro Jahr – und noch eine interessante Zahl: Die Arendseer geben alljährlich rund 2,23 Millionen Euro für die Heizmedien aus. Ziel des Konzeptes ist, dass Einspar- und Effizienzpotentiale erarbeitet werden können“, so Dr. Neumann vor dem Gremium, das von Jens Reichardt aus Sanne geleitet wurde. „Es wird deutlich, dass in dieser Region fast ausschließlich Heizmedien konsumiert und nicht produziert werden“, so der Referent.

Und das solle sich ändern. Er ließ keinen Zweifel daran, dass die Nutzung der Thermalenergie oberste Priorität habe. Eine Absage erteilte er Biogasanlagen, „die sich nach und nach verabschieden werden“ wie er erklärte. Weil der Maisanbau nicht mehr erweitert werden kann und die Rohstoffpreise so in die Höhe schnellen werden, dass sich die Biogasanlagen nicht mehr rechnen werden, mutmaßte der Fachmann.

Von Harry Güssefeld

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