Klare Regeln für Anlieger / Satzung in der Diskussion

Ärger am Seeweg: Grünabfall landet auf frischen Pflanzen

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Grünabfall landet nicht nur direkt neben der Hecke der Familie Troch, sondern auch auf den Pflanzen. Eine vernünftige Pflege wird dadurch schwierig. Die Stadt hat sich eingeschaltet.

Arendsee. Eigentlich ist alles klar geregelt. Im zweiwöchentlichen Rythmus wird anfallender Grünschnitt vom Seeweg auf der Stadtseite abgefahren und auf dem Wirtschaftshof entsorgt. Doch es gibt Ärger.

Denn einiges der organischen Materialien landet auf dem öffentlichen Badegrundstück an der „Kaskade“. Und zwar teilweise so, dass Pflanzen von privaten Grundstücken dadurch in Mitleidenschaft gezogen werden.

Peter Troch will dies nicht länger hinnehmen. Er und seine Frau wollen mit einer Hecke den Bereich, der an das Grundstück seines Sohnes grenzt und der tagtäglich von Einheimischen und Touristen frequentiert wird, aufwerten. Dies ist mit dem Ordnungsamt abgesprochen. Doch immer wieder müssen sie die Pflanzen vom Grünschnitt befreien. Eine weitere Konsequenz: Der Wirtschaftshof muss immer wieder zusätzlich anrücken, um die Gartenreste zu beseitigen. Denn Arendseer und Gäste wollen die Badestelle an der Kaskade zum Erfrischen und Sonnen nutzen. Rasenschnitt, Äste und Blätter stören dabei. Peter Troch hat sich auch an die Stadt gewandt, damit das Problem gelöst wird.

Bürgermeister Norman Klebe, dem die Schwierigkeiten bekannt sind, äußerte sich gestern. „Wenn sich alle an die Regeln halten, gibt es am Seeweg keine Probleme“, ist das Stadtoberhaupt überzeugt. Das Ordnungsamt habe sich in dieser Woche der Sache erneut angenommen.

Norman Klebe verweist auf die Straßenreinigungssatzung. Demnach kümmert sich die Stadt um die Abfuhr.

Dafür zahlen Anlieger pro Jahr und Quadratmeter 90 Cent. „Der Grünabfall muss aber vor den Grundstücken abgelegt werden“, unterstrich Norman Klebe. Und zwar so, dass der Wirtschaftshof rankommt, Passanten aber trotzdem den Weg entlang laufen können. Er befürchtet, dass das Entsorgen auf den öffentlichen Flächen wie der Badestelle Schule machen können. Dann werden aus solchen Bereichen schnelle unschöne Oster- bzw. Maifeuerplätze. „Wenn das nicht klappt, müssen wir im Stadtrat die Satzung inklusive der Gebühren diskutieren“, kündigte der Bürgermeister an.

Er verwies auch auf den Abholtag: Immer donnerstags kommt der Wirtschaftshof. Die Materialien sollten möglichst zeitnah herausgelegt werden. Die Grundstücke werden nur mit einem Flächenanteil von 30 Prozent in die Berechnung einbezogen. Darum sollte auch nur Grünzeug von diesen Bereichen auf den Seeweg gelegt werden. „Wir hatten erst den Fall, dass Koniferen oben herausgerissen und uns unten vor die Füße geworfen wurden“, ärgert sich Bürgermeister Norman Klebe im AZ-Gespräch.

Von Christian Ziems

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