Infrastrukturausbau: Altmärkische Bürgermeister wehren sich

Klare Forderung pro B190n: Ja zur Hosenträgervariante

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Das Demo-Gelände für den Straßenausbau befindet sich neben der B190-Kreuzung in Arendsee.

cz Altmark. Die Bürgermeister der altmärkischen Städte und Verbandsgemeinden fordern in einer gemeinsamen Erklärung den Bau kompletten Hosenträgervariante. Dazu gehört neben dem Ausbau der A14 auch die neue Bundesstraße 190n. Diese soll als Zubringer fungieren.

Sie würde zwischen der A14 und der A39 verlaufen. Doch die B190n ist aus dem vordringlichen Bedarf gestrichen worden. Konsequenz: Vor 2030 passiert wohl nichts.

Dagegen wehren sich die altmärkischen Bürgermeister geschlossen. „Wir fordern eine zügige Umsetzung der Planungs- und Bauleistungen für die A14 und die weitere Einstufung der B190n im vordringlichen Bedarf des Fernstraßenausbaugesetzes“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Die Art und Weise des Ausbaus wird allerdings kritisch gesehen. „Wir akzeptieren nicht, dass für Maßnahmen des Artenschutzes umfangreiche Projekte eingeplant sind. Beim Schutz der Bevölkerung aber mit Mindeststandards gearbeitet wird“, sind sich die Kommunalpolitiker einig. So sollte neben dem Reduzieren des Lärms auch der Bau von Wegen für den landwirtschaftlichen Verkehr neben der Autobahn in den Mittelpunkt gerückt werden. Gefordert wird eine Breite von 3,50 statt drei Meter. Dies entspreche der Größe der Fahrzeuge.

Die Bürgermeister versprechen sich vom Anschluss an das überregionale Verkehrsnetz für die Altmark eine größere Standortqualität und mehr Arbeitsplätze durch neue Unternehmen. Allein die A14 würde die Fahrzeit zwischen den Oberzentren Magdeburg sowie Schwerin um mehr als 30 Minuten verringern. Altmärker, die zu einer Autobahn wollen, brauchen dafür derzeit im Durchschnitt 50 Minuten.

Befürworter des Straßenbaus treffen sich am Sonnabend, 17. September, zu einer Demonstration in Arendsee. Wer an einem Autokorso teilnehmen möchte, sollte um 9.30 Uhr auf dem Parkplatz des einstigen Penny Marktes sein. Von dort geht es zur Tank- und Raststätte Seeadler. Die Demonstration beginnt um 10 Uhr.

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